Meilenstein für Lubmin: Kapazitätsvertrag sichert Zugang zum Netz für grünen Wasserstoff. Programm „Flow – making hydrogen happen“ schafft Investitionssicherheit.
Lubmin. Das Projekt WAL – „Wasserstoff aus Lubmin“ und der Fernleitungsnetzbetreiber GASCADE Gastransport GmbH (GASCADE) haben einen Kapazitätsreservierungsvertrag im Wasserstoff-Kernnetz unterzeichnet. Mit dem Vertragsabschluss sichert sich das IPCEI-geförderte Projekt, das gemeinsam von H2APEX und Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) entwickelt wird, Einspeisekapazitäten für grünen Wasserstoff aus dem geplanten Elektrolyseur am Standort Lubmin.
„Der Abschluss dieses Kapazitätsreservierungsvertrags zeigt, dass unsere Wasserstoff-Infrastruktur auf konkrete Nachfrage trifft“, sagt Carina Gewehr, Bereichsleiterin Regulierung und Markt von GASCADE. „Mit der Reservierung schaffen Projekte wie WAL Investitions- und Planungssicherheit. Genau das ist entscheidend, um den Markthochlauf des Wasserstoffs in Deutschland zu beschleunigen.“
Auch WAL sieht in der Anbindung an das Wasserstoff-Kernnetz einen wichtigen Meilenstein: „Mit der Kapazitätsreservierung schaffen wir die notwendige Voraussetzung, um die weitere Projektentwicklung voranzutreiben und den späteren Netzanschluss verlässlich vorzubereiten“, sagt Falko Budde, Geschäftsführer von WAL bei H2APEX. „Die Reservierung ermöglicht es uns, die geplante Wasserstoffproduktion frühzeitig mit potenziellen Abnehmern zu verknüpfen und den Standort Lubmin als zentralen Produktionsstandort zu positionieren“, erklärt Adalbert Graff, Geschäftsführer von WAL bei CIP.
Mit dem koordinierten Start der Kapazitätsreservierung im Wasserstoff-Kernnetz Mitte März 2026 haben die Wasserstoff-Netzbetreiber ein klares Signal für den Aufbau verlässlicher Wasserstoff-Transportkapazitäten gesetzt. Die Verbindung von Erzeugungsstandorten wie Lubmin mit industriellen Verbrauchszentren bildet dabei eine zentrale Voraussetzung für einen erfolgreichen Hochlauf des Wasserstoff-Marktes.
GASCADE hat Ende 2025 die Umstellung von rund 400 Kilometern Fernleitungsinfrastruktur auf den Transport von Wasserstoff abgeschlossen. Im Rahmen des Programms „Flow - making hydrogen happen“ ist bereits eine leistungsstarke Nord‑Süd‑Achse entstanden, die den Transport von Wasserstoff von Lubmin bis nach Bobbau in Sachsen‑Anhalt ermöglicht und zentrale Industrie- und Verbrauchsregionen verbindet. In den kommenden Jahren wird diese Achse weiter ausgebaut.
Über GASCADE
Wir versorgen Deutschland und verbinden Europa – mit der Energie von morgen.
GASCADE Gastransport GmbH mit Sitz in Kassel betreibt mit rund 4.200 Kilometern eines der größten Fernleitungsnetze Deutschlands und steht für zuverlässige und leistungsstarke Transportlösungen für Erdgas und Wasserstoff. Über ihr Pipeline-System verbindet GASCADE zentrale Energieflüsse im Herzen Europas und fungiert als internationale Drehscheibe – mit direkter Anbindung an zahlreiche Nachbarländer.
GASCADE hat bereits 400 Kilometer ihres Netzes auf Wasserstoff umgestellt. Mit einem klaren Fokus auf Dekarbonisierung und Versorgungssicherheit engagiert sich der Wasserstoff-Netzbetreiber in zentralen Wasserstoff-Projekten, um die Importkorridore der Nord- und Ostsee zu erschließen und die Versorgung Europas mit Wasserstoff sicherzustellen.
Über WAL
WAL – „Wasserstoff aus Lubmin“ ist ein großskaliertes Projekt zur Erzeugung von grünem Wasserstoff, das gemeinsam von H2APEX und Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) entwickelt wird. Am Standort Lubmin an der Ostseeküste bündelt das Projekt den direkten Zugang zu Offshore Windenergie, eine leistungsfähige bestehende Strominfrastruktur sowie die Anbindung an das deutsche Wasserstoff Kernnetz an einem zentralen Standort. Mit einer Elektrolyseleistung von 100 MW in der ersten Ausbaustufe und einem Skalierungspotenzial von bis zu 600 MW ist WAL auf industrielle Wasserstoffproduktion ausgelegt und als tragender Baustein der deutschen Wasserstoffwirtschaft konzipiert.
Die Projektpartner haben bereits einen zweistelligen Millionenbetrag in die Entwicklung investiert und bündeln ihre jeweiligen Kompetenzen in der Entwicklung komplexer Energieprojekte, dem Aufbau von Wasserstoffinfrastruktur sowie der langfristigen Umsetzung und Finanzierung nachhaltiger Projekte.




