
Projekte
Mit dem Programm Flow – making hydrogen happen und den Projekten AquaDuctus, Interconnector Bornholm–Lubmin und UK-Germany Hydrogen Interconnector treibt GASCADE den Ausbau einer leistungsfähigen Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland und Europa voran. Unser Ziel: Ein leistungsfähiges, grenzüberschreitendes Wasserstoff-Transportsystem, das Energieerzeugung, Industrie und Klimaschutz intelligent miteinander verbindet.

Das Projekt hat sowohl den PCI- als auch den IPCEI-Status erhalten.
AquaDuctus
Baltic Sea Hydrogen Collector (BHC)
Der Baltic Sea Hydrogen Collector (BHC) ist ein grenzüberschreitendes Wasserstoffinfrastrukturprojekt im Ostseeraum. Die Hauptachse des Projekts verbindet in einer ersten Ausbaustufe Finnland und Deutschland. Zugleich ist der BHC von Beginn an als skalierbares Pipelinenetzwerk angelegt, das den Aufbau eines nordisch-baltischen Wasserstoffökosystems rund um die Ostsee ermöglichen und vorantreiben soll. Zukünftig soll daher allen interessierten demokratischen Ostseeanrainerstaaten der Zugang ermöglicht werden, um zusätzliche Produktionspotenziale in den baltischen Staaten sowie auf den Energieinseln in der Ostsee, insbesondere Bornholm aber perspektivisch auch Gotland, Saaremaa und Aland und zugleich Abnahmepotenziale etwa in Polen einzubeziehen.
Damit schafft der BHC die Grundlage, erneuerbaren Wasserstoff aus einer politisch stabilen europäischen Region mit wachsenden Nachfragezentren in Deutschland und weiteren Teilen Nord- und Mitteleuropas zu verbinden. Das Projekt kann so zur Dekarbonisierung industrieller Wertschöpfung, zur Versorgungssicherheit und zur Entwicklung eines resilienten europäischen Wasserstoffmarktes beitragen.
Entwickelt wird der internationale Teil des Projekts von Gasgrid Finland, GASCADE Gastransport und Copenhagen Infrastructure Partners (CIP). Seit Ende 2023 ist der BHC als PCI durch die Europäische Kommission anerkannt. Im Oktober 2025 erhielt das Projekt Fördermittel in Höhe von 15,3 Mio. Euro aus dem EU-Programm Connecting Europe Facility (CEF). Die Förderung unterstützt vorbereitende Arbeiten wie technische Vorplanung, regulatorische und kommerzielle Analysen und umweltbezogene Untersuchungen.
Für GASCADE ist der BHC ein wichtiger Baustein, um europäische erneuerbare Wasserstoffpotenziale aus dem nordisch-baltischen Raum perspektivisch mit dem deutschen Wasserstoff-Kernnetz und dabei speziell mit dem GASCADE Programm Flow – making hydrogen happen, zu verbinden. Der deutsche Projektabschnitt des BHC (Raum Lubmin – Außengrenze der deutschen AWZ in der Ostsee) ist im genehmigten Wasserstoff-Kernnetz berücksichtigt und wird von GASCADE allein entwickelt.
Durch die Integration von AquaDuctus in den Wasserstoffkorridor zwischen Großbritannien und Deutschland wird es auch möglich sein, offshore aus erneuerbaren Energien in der Nordsee produzierten Wasserstoff zu beziehen.
Der Wasserstoffkorridor zwischen Großbritannien und Deutschland wird eine Transportkapazität von bis zu 20 Gigawatt Wasserstoff bieten. Er wird bidirektional betrieben und bietet sowohl dem britischen als auch dem EU-Wasserstoffmarkt mehr Flexibilität und Versorgungssicherheit. Er steht im Einklang mit den europäischen Initiativen zum Aufbau einer robusten Wasserstoffwirtschaft, die die Energiewende und die Dekarbonisierung durch die Versorgung mit grünem und kohlenstoffarmem Wasserstoff beschleunigen und gleichzeitig die Energieunabhängigkeit Großbritanniens und der EU erheblich verbessern sollen.
Sowohl GASCADE als auch National Gas streben für das Projekt den Status eines Projekts von gemeinsamem Interesse (PCI) oder eines Projekts von gegenseitigem Interesse (PMI) an, was die strategische Bedeutung dieses Projekts im Rahmen der europäischen Energiepolitik unterstreicht. Sie beabsichtigen außerdem, das Projekt in den Zehnjahresplan für den Ausbau des europäischen Gasnetzes (TYNDP) 2026 aufzunehmen.
Pomeranian Green Hydrogen Cluster
Projektbeschreibung
Das Projekt zielt darauf ab, die Möglichkeiten der grünen Wasserstoffproduktion in der Region Westpommern sowie eine Anbindung an das polnische und deutsche Wasserstoffnetz zu untersuchen.
Projektpartner
Das Projekt wird in Kooperation mit GAZ-System, PNE AG, Sevivon (PNE Group) und GASCADE umgesetzt.

CEF RES-Kofinanzierung
Die Projektpartner haben im Rahmen des Förderwettbewerbs „Call for Preparatory Studies for Cross-border Renewable Energy Projects“ (CEF RES) einen Antrag auf Förderung von Machbarkeitsstudien mit dem Titel „Business Analysis of the cross-border Pommeranian Green Hydrogen Cluster“ eingereicht. Am 4. Juli 2024 erhielt das Projekt den Zuschlag für eine Förderung in Höhe von 190.000 Euro. Die Machbarkeitsstudien werden von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms „Connecting Europe Facility – CEF“ unterstützt und gefördert.
GASCADE bekommt anteilig 65.000 Euro an Fördermitteln, aktueller Stand: 32.500 Euro erhalten.
Zeitplan
- Juli 2024: CEF-Förderung zugesagt
- März 2025: Beauftragung einer Machbarkeitsstudie
- Sommer 2025: Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden erwartet
Letzte Aktualisierung am 2. April 2025







