Weiter zum Inhalt
Suche

Start der Baugrunduntersuchungen für AquaDuctus

Wichtiger Schritt für erste Offshore‑Wasserstoff‑Pipeline in der Nordsee. Untersuchungen schaffen die Grundlage für die weitere Projektplanung.

Kassel. Die AquaDuctus Pipeline GmbH startet mit den Baugrunduntersuchungen für die geplante Wasserstoff-Import-Pipeline AquaDuctus. Nachdem die erforderlichen Genehmigungen vorliegen, beginnen die Arbeiten im Planungskorridor frühestens ab dem 20. Juli 2026. Mit den Untersuchungen wird ein zentraler Meilenstein für die weitere technische und umweltbezogene Ausarbeitung des Projekts erreicht.

Die Baugrunduntersuchungen vor und auf der Insel Norderney sowie vor Hilgenriedersiel umfassen geotechnische und geophysikalische Analysen zur Ermittlung der Boden- und Untergrundverhältnisse entlang der geplanten Trasse sowohl auf See als auch im küstennahen Bereich. Die gewonnenen Daten sind eine wesentliche Grundlage für die Festlegung der Trassenführung, die Auswahl geeigneter Bauverfahren sowie für die sichere und umweltverträgliche Umsetzung des Pipeline-Projekts.

„Mit der Durchführung der Baugrunduntersuchungen gehen wir den nächsten wichtigen Schritt bei der Realisierung von AquaDuctus“, sagt Sven Becker, Geschäftsführer der AquaDuctus Pipeline GmbH. Die Untersuchungen erfolgen überwiegend eingriffsarm mithilfe verschiedener Messmethoden. Lediglich an wenigen, gezielt ausgewählten Punkten sind kleinere Probeentnahmen vorgesehen, etwa um die Tragfähigkeit des Untergrunds genauer zu bestimmen. Auch Aspekte des Umwelt- und Gewässerschutzes werden dabei umfassend berücksichtigt.

„Uns ist wichtig, die Untersuchungen so schonend und effizient wie möglich durchzuführen“, so Becker weiter. „Gleichzeitig schaffen wir damit die Grundlage für die weitere Planung zur sicheren und verantwortungsvollen Umsetzung des Projekts.“

Mit AquaDuctus erschließt die AquaDuctus Pipeline GmbH die deutsche Nordsee als zentralen Importkorridor für Wasserstoff und schafft die Voraussetzung, um Offshore-Wasserstoff-Erzeugungsprojekte wie den Energiegewinnungsbereich SEN‑1 an das Festland anzubinden. Das Pipeline-Projekt ist damit ein wesentlicher Baustein für den Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland und Europa.

AquaDuctus – Ein Schlüsselprojekt für die europäische Wasserstoff-Versorgung

AquaDuctus ist als „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI) und als Projekt von gemeinsamem Interesse (PCI) eingestuft und wird von Bund und Land Niedersachsen gefördert. Die Leitung ist zudem Teil des von der Bundesnetzagentur bestätigten Wasserstoff‑Kernnetzes, das die Basis einer bundesweiten Wasserstoff‑Infrastruktur bildet. Mit AquaDuctus wird der Importkorridor Nordsee erschlossen – ein entscheidender Schritt für die Dekarbonisierung der deutschen Industrie. Vorhabensträgerin von AquaDuctus ist die in Kassel ansässige AquaDuctus Pipeline GmbH, eine 100‑prozentige Tochter des Fernleitungsnetzbetreibers GASCADE Gastransport GmbH.

Sie haben Fragen?

Maike Ferl

Maike Ferl

Pressesprecherin

Telefon: +49 561 934-3636

E-Mail senden

Uta Kull

Uta Kull

Pressesprecherin

Telefon: +49 561 934-3636

E-Mail senden

Arne Kupetz

Arne Kupetz

Pressesprecher

Telefon: +49 561 934-3636

E-Mail senden