Vorbereitungsarbeiten für die Planfeststellungsverfahren in Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben begonnen.
Kassel. Als Teil des Programms Flow – making hydrogen happen plant GASCADE Gastransport GmbH (GASCADE) den Bau einer rund 15 Kilometer langen Wasserstoffleitung von Lampertheim nach Ludwigshafen am Rhein (HYLU) sowie eine dazugehörige Wasserstoff(Gas)druckregel- und Messanlage (WDRM) in Lampertheim. Die HYLU soll zukünftig Wasserstoff aus der auf den Wasserstofftransport umgestellten Ferngasleitung MIDAL in Lampertheim übernehmen und nach Ludwigshafen am Rhein transportieren. Mit der Bereitstellung dieser wichtigen Infrastruktur unterstützt GASCADE die Transformation in Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hin zu einer kohlenstoffarmen Energieversorgung und schafft für die dortige Industrie eine Möglichkeit zur Dekarbonisierung. Die Wasserstoffleitung HYLU ist Teil des von der Bundesnetzagentur genehmigten deutschlandweiten Wasserstoff-Kernnetzes und soll bis Ende 2029 fertiggestellt werden.
Für die Aufrechterhaltung der Erdgasversorgung in der Region wird im Stadtgebiet von Lampertheim zusätzlich eine Gasdruckregel- und Messanlage (GDRM) notwendig. Die geplante GDRM wird in das bestehende Erdgasnetz integriert und soll schon im Jahr 2028 in Betrieb gehen.
Um die Planfeststellungsverfahren vorzubereiten, starten in Kürze Arbeiten am Standort der geplanten GDRM-Anlage in Lampertheim und entlang des Trassenverlaufes der HYLU, einschließlich der geplanten WDRM-Anlage. Ausgangspunkt sind die Kartierungsarbeiten zur Untersuchung der Anlagenstandorte und des Leitungskorridors entsprechend dem § 44 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG). Der Hauptkartierungszeitraum liegt zwischen März und Juli 2026.
Durchgeführt wird die Kartierung von einem von der GASCADE beauftragten Kartierungsbüro ausschließlich auf frei zugänglichen Flächen. Die Arbeiten werden überwiegend tagsüber oder in den Morgen- und Abendstunden und nur in Einzelfällen nachts zur Dokumentation der Biodiversität durchgeführt.
Die Vorarbeiten stellen keine Vorentscheidung für das geplante Vorhaben dar. Sie dienen lediglich der fachgerechten Erstellung der Antragsunterlagen. Zu den Vorarbeiten, die bis zum Herbst 2026 abgeschlossen sein sollen, zählen unter anderem auch Vermessungsarbeiten, Baugrund- und Kampfmitteluntersuchungen. Die Baugrunduntersuchungen und ggf. weitere nötige Untersuchungen wird GASCADE mit den betroffenen Eigentümern abstimmen.
Die Inbetriebnahme der Wasserstoffleitung HYLU im Jahr 2029 schafft in der Region Planungssicherheit im Hinblick auf einen direkten und großdimensionierten Anschluss an das Wasserstoff-Kernnetz. Dies ist ein wichtiges Signal zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der Region in einem sich dekarbonisierenden Umfeld. Im Einzelnen betrifft dies aktuelle Standorte in den Bereichen Chemie, Stromerzeugung, Papierproduktion und Maschinenbau. Damit verbindet sich zudem die Hoffnung, die Region auch in Zukunft für die Ansiedlung neuer Industrien attraktiv zu machen.




