Die GASCADE-Dispatching-Zentrale

In Kassel befindet sich das Zentrum des von GASCADE betriebenen Leitungssystems: unsere Dispatching-Zentrale. Von hier aus wird das gesamte Ferngasleitungsnetz überwacht und gesteuert. 24 Stunden, 365 Tage im Jahr. Die notwenigen Daten erhält unsere Dispatching-Zentrale über Lichtwellenleiter, die seit den 90er Jahren entlang unserer Erdgasleitungen installiert sind.

Lange Geschichte

Erdgas wurde in Deutschland in den 60er Jahren populär. Damals dienten norddeutsche Gasfelder als Lieferanten. Für den Betrieb waren Messwarten erforderlich, die gleichzeitig die nachgelagerten Erdgasleitungen und -stationen steuerten und überwachten.  

In den 1970er Jahren setzte ein regelrechter Erdgas-Boom ein. Im gesamten Bundesgebiet wurden leistungsfähige Fernleitungssysteme gebaut und miteinander verknüpft. Zugleich stieg die Zahl der Erdgaskunden sprunghaft an. Mit den bis dahin gängigen Messwartentechnologien ließen sich die großen Datenmengen nicht mehr bewältigen. Das war die Geburtsstunde des heutigen Dispatchings. Die Messwarten wurden zu Dispatching-Zentralen, ausgestattet mit professionelle Technologie zur Systemüberwachung und -steuerung sowie zum Gasflussmanagement.

Je mehr die Fernleitungsnetze miteinander verflochten, umso komplexer wurden die Aufgaben des Dispatchings: Vertragsgestaltungen und Mengendispositionen hielten Einzug. In den 1990er Jahren richtete sich der Blick gen Osten: Mit der Öffnung der Grenzen und dem Beginn unserer Partnerschaft mit der Gazprom nahm die Menge des transportierten Erdgases deutlich zu. Die Zahl der Netzkopplungspunkte und der Transportkunden stieg. Bis heute. Denn der Ausbau des europäischen Binnenmarktes schreibt diese Entwicklung fort.

Dispatching in Zahlen

Signale: 62.000
Prozessbilder: 2.300
Elektrisch bedien- und steuerbare Armaturen: 1.500