Erdgasübernahmestation Lubmin

Die Erdgasübernahmestation in Lubmin bei Greifswald ist die wesentliche Schnittstelle zwischen der Offshore-Pipeline Nord Stream und den beiden Anschlussleitungen OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung) und NEL (Nordeuropäische Erdgas-Leitung), die das russische Erdgas weiter zu den europäischen Transportkunden transportieren. GASCADE ist technischer Betriebsführer.

Die Station setzt sich aus zwei Anlagenbereichen zusammen: Dem „Offshore-Bereich“ für die ankommende Ostsee-Pipeline sowie einem „Onshore-Bereich“ für die beiden weiterführenden Erdgasleitungen OPAL und NEL. Der Onshorebereich teilt sich in einen „180 bar“- sowie einen „105 bar“-Anlagenbereich.  Der „180 bar“-Bereich verfügt über Filter, Vorwärmer und Regelarmaturen. Um die Bildung von Gashydraten oder Eis zu vermeiden, wird das Gas nach dem Reinigen und vor der Einspeisung in die weiterführenden Pipelines zusätzlich vorgewärmt.

Im „105 bar“-Bereich sind vorwiegend Mess- und Regelanlagen errichtet worden – je separate Messstrecken ermitteln für OPAL und NEL per Ultraschallzähler und Dichtemessung den aktuellen Gasdurchsatz, bevor das Erdgas die Station über die Transportleitung verlässt. 

Das Anlandeterminal in Lubmin wurde so geplant und genehmigt, dass bei Bedarf zusätzliche Erdgasverdichter errichtet werden können, um gegebenenfalls den erforderlichen Eingangsdruck für die beiden Erdgasleitungen OPAL und NEL zu erhöhen.