Marktinformation zur VIP-Bildung (Stand: 01.03.2018)

Art. 19 Abs. 9 Verordnung (EU) 2017/459 (NC CAM) sieht die Einrichtung virtueller Kopplungspunkte (VIP) vor. Die betroffenen Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) haben sich gemeinsam auf ein mögliches Modell zur VIP-Einführung verständigt.

Wie sehen die Grundlagen des Modells aus?

  • Am VIP übernimmt ein am VIP beteiligter FNB, der sog. „VIP-FNB“, die Vermarktung und Abwicklung der Kapazitäten im Verhältnis zum Transportkunden. Über die am VIP gebuchte Kapazität kommt nur mit dem VIP-FNB ein Vertrag zustande. Eine Aufteilung auf die am VIP beteiligten FNB wird nicht vorgenommen. Alle am VIP beteiligten FNB erhalten gleichermaßen vertragliche Informationen zu allen am VIP abgeschlossenen Kapazitätsverträgen.
  • Dies gilt auch für Kapazitäten mit Nutzungseinschränkungen und/oder Zuordnungsauflagen sowie für unterbrechbare Kapazitäten.
  • Ab dem Zeitpunkt, ab dem die Buchung von Kapazitäten an den VIPs möglich sein wird, wird es keine verfügbare Kapazität mehr zur Vermarktung an den zugehörigen physischen Netzkopplungspunkten (IPs) geben.
  • Bestandsverträge verbleiben an den IPs beim bestehenden Vertragspartner, werden dort nominiert und zu den dort geltenden IP-Entgelten abgerechnet. Die Sekundärvermarktung von Bestandsverträgen erfolgt am IP.
  • Gegenwärtige technische Kapazitäten nach/aus Deutschland werden in voller Höhe und mit gleicher Qualität aufrechterhalten.

Lesen Sie mehr dazu in folgendem Dokument „Marktinformation zur VIP-Bildung“.

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